25 Jahre Stocker | © H. Stocker GmbH

Firmengeschichte

Die Geschichte der H. Stocker GmbH


Innsbruck.

Wir schreiben das Jahr 1989. Es kommt zu einem Ereignis, das Firmengeschichte schreiben sollte.

Hermann Stocker, der zu diesem Zeitpunkt in der Brandschutzbranche tätig ist, sieht zum ersten Mal in seinem Leben ein sogenanntes Kunststoffkaminsystem - PVDF aus der Schweiz.

Was für den Laien unspektakulär klingt, bringt den Tiroler Unternehmer zum Grübeln. Die Idee von Umweltschutz, recyclebarem Kunststoffmaterial und der Vermeidung von saurem Regen lässt ihn nicht mehr los. Es kommt wie es kommen muss. Aus der Vision wird ein Plan.

Fünf Jahre später, im Jahr 1993 erlangt Hermann Stocker die letzte Zulassung und ist damit für alle neun österreichischen Bundesländer Generalimporteur sogenannter PVDF-Kunststoffkaminsysteme. Im Jahr 1994 wurde aus der einstigen Vision ein Unternehmen.

Einer „neuen“ Technologie zu vertrauen, die Innovation zu erkennen und den Mut zu haben diese am heimischen Markt einzuführen, dafür braucht es eine ordentliche Portion Pionier- und Unternehmergeist. Zwei Werte, die das Familienunternehmen Stocker aus Innsbruck bis heute behalten hat und aktiv lebt.

Eine Innovationsreise beginnt

Mit der Gründung der H. Stocker GmbH im Jahr 1994 tritt Gregor Stocker in das Unternehmen ein. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Firma lediglich aus drei Personen: Hermann Stocker, Gregor Stocker und einer Assistentin.  1999 übersiedelt die Firma in die Höttinger Au 74. Zudem erfolgt der Eintritt in den Edelstahl-Kaminmarkt. Flexible Edelstahlkamine (auch) für Festbrennstoffe sind sehr gefragt. Von da an wurden auch kontinuierlich neue Mitarbeiter angestellt.

Auch drei Jahre später bleibt man bei Stocker den eigenen Wurzeln treu und setzt auf Innovationen. So werden im Jahr 2002 unter anderem doppelwandige Edelstahlkaminsysteme ins Sortiment aufgenommen. Mit Karl Baumgartner wird gemeinsam ein Keramik-Edelstahlkaminsystem (KeraLine DW Baumgartner) entwickelt. Das Lager in der Höttinger Au wird zudem erweitert.

2005 kommt es gleich zu mehreren Veränderungen. Abgastechnische Produkte werden dem Sortiment hinzugefügt. Brennwertgeräte etablieren sich auf dem Markt und tragen wesentlich zur Energieeinsparung bei Gasgeräten bei. Das ermöglicht den Vertrieb preisgünstiger Kunststoffvarianten (PP). Zudem kommt es zu Veränderungen im Zulassungswesen und zum Beschluss für alle Produkte eigene Zulassungen zu erwirken und als Stocker-Lines zu vertreiben. Kurz darauf folgt der Wechsel zu den europaweit gültigen CE-Zeichen.

Wachstum und Digitalisierung

Zwei Jahre später ist die Lagerfläche in der Höttinger Au 85 auf 2.500 m² angewachsen. Gemeinsam mit drei Partnern wird das Neubaukaminsystem „EuroPlus“ entwickelt. 

Auch in den darauffolgenden Jahren wird laufend geforscht, getüftelt und entwickelt. Die Neuheiten werden in Österreich, Deutschland und der Schweiz zugelassen. Die Highlights: die Entwicklung und Markteinführung der Stocker Kamin-Ausschleifmasse, des KombiLine F90 Leichtbauschachts sowie des KombiLine DWD-Schotts, für die Durchführung für Abgasleitungen und Rauchrohre von Heizungsanlagen mit Festbrennstoffen durch Decken, Wände und Dächer, aus brennbaren Baustoffen.

Damit bietet Stocker ein abgerundetes und vollständiges Programm für den Neubau und die Kaminsanierung und ist in der Lage jedes auch nur erdenkliche Problem im Kaminbau zu lösen. Die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten von Mantelsteinen und Leichtbauschächten mit Innenrohren aus Kunststoff, Edelstahl und Keramik sind auf dem österreichischen Markt eine komplette Neuheit.

Wer sich vor Innovationen nicht versteckt, wächst. Auch als Unternehmen. 2013 erfolgt aufgrund von akutem Platzmangel die Übersiedlung in den Sebastian-Kneipp-Weg 27. Der Lager-Standort in der Höttinger Au bleibt bestehen. Mittlerweile arbeiten 25 Personen im Unternehmen. 2015 wird Gregor Stocker alleiniger Inhaber der H. Stocker GmbH.

Die Innovationslust bleibt bestehen. Neue Produkte werden getestet und auf den Markt gebracht.

2019 startet Stocker Kaminsysteme die große Digitalisierungsoffensive. Eine neue, nutzerfreundliche Website und ein umfangreicher Online-Shop sind nur der Startschuss. Wer sich selbst treu bleibt, kann Neues ausprobieren und sich so für die Zukunft rüsten.

Umzug nach Kematen 

Ebenfalls im Jahr 2019 erfolgt die Entscheidung und der Start für den Bau eines neuen Standortes. Alles unter einem Dach. Der neue Standort wird die Heimat des Unternehmens, aus der die Kraft und Energie für die nachhaltig erfolgreiche Unternehmens- und Markenentwicklung und die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen entstehen.

Aufgrund des stetigen Wachstums ist das Unternehmen aus den Räumlichkeiten in Innsbruck herausgewachsen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde Anfang 2021 das neue Betriebsgebäude in der Sellrainer Straße 1 in 6175 Kematen in Tirol bezogen. 

Neben den damit verbundenen Erweiterungen in Lager, Büro und Produktion können künftig, neben den Montageschulungen vor Ort, auch Fortbildungen in den neuen Schulungsräumen angeboten werden. Bis zu 60 Personen können so in modernem Ambiente ihre Kenntnisse auf dem aktuellen Stand halten. 

Ein besonderes Highlight ist der Musterheizraum, der ein Forum für Partner, Schulen, Innungen, Hafner, Rauchfangkehrer, etc. zur offenen Ansicht eines Biomasseheizwerks mit Pellets bietet. Der Musterheizraum dient dazu, um Biomasse mit Haustechnik, Kühlen und Photovoltaik begreifbar zu machen. Ebenso verfügt das Gebäude über ein durchdachtes Energiekonzept, welches als Vorbild für z. B. Hotellerie oder Industrie dienen kann und das Gebäude nahezu energieautark werden lässt.

© H. Stocker GmbH 2021