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Gespräch mit dem Fachmagazin "Der Rauchfangkehrer"

Interview mit Gregor Stocker über die aktuelle Situation mit dem Coronavirus


Die Redaktion des Fachmagazins "Der Rauchfangkehrer" hat die allgemeine Situation im Umgang mit dem Covid-19 Virus zum Anlass genommen, um mit Gregor Stocker von der H. Stocker GmbH als Geschäftsführer eines Key-Players der Rauchfangbranche seine Sicht der Lagebeurteilung zu erfahren. Um persönlichen Kontakt zu vermeiden wurde eine Videokonferenz über Skype abgehalten (noch vor den neuen Corona-Maßnahmen Anfang November).
 

Was bedeutet die sogenannte „Coronakrise“ für Stocker? 

Es sind herausfordernde Zeiten im Bezug auf interne Abläufe und Begegnungen der Mitarbeiter untereinander, da wir ein kleines Familienunternehmen mit sehr viel persönlichem Bezug zueinander sind. In Hinblick auf unsere Partner sind die Auswirkungen nur sehr schwer einschätzbar, da wir von den politischen Maßnahmen abhängig sind. Auch wir mussten lernen, dass uns, erstmals in der Geschichte unseres Unternehmens, das „Heft“ aus der Hand genommen wurde - so ist es nicht nur uns ergangen. Jeder Unternehmer kam in die Situation noch schneller auf sich ständig ändernde Bedingungen unter bestem Wissen und Gewissen zu reagieren.

Wie schätzen Sie die Auswirkungen der Pandemie im Bezug auf die Branche ein?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Dieser Spruch ist glücklicher Weise in dieser Situation sehr passend für unsere Branche. Selbst wenn sich der Heizungsmarkt nicht unbedingt in Richtung Verbrennung entwickelt, müssen trotzdem veraltete Anlagen getauscht und Neuanlagen installiert werden. Durch die Pandemie sind die Konsumenten noch sensibler zum Thema „Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden“ geworden. Das bringt mit Sicherheit große Chanchen im Bereich der Biomasse und der Einzelfeuerstätten mit sich.

Welche Maßnahmen hat Stocker inzwischen intern ergriffen, um den neuen Herausforderungen zu begegnen?

Wir sind mit „Abstand“ die Besten! Dieser schon bisherige Leitspruch des Unternehmens musste leider in Form eines Wortspiels auf die Mitarbeiter umgelegt werden. Das bedeutet wir halten Abstand zueinander, tragen bei Verlassen des eigenen Arbeitsplatzes bzw. in Besprechungen einen Mund-Nasen-Schutz, halten die Hygienerichtlinien ein, desinfizieren mehrfach täglich die Arbeitsplätze und allgemeinen Flächen und setzen, dort wo es möglich ist, auf HomeOffice. Dies gibt uns das höchst mögliche Maß an Sicherheit um uns gegenseitig zu schützen und weiterhin die beste Leistung für unsere Partner abzuliefern.

Was ist Ihre Empfehlung an Ihre MitarbeiterInnen?

Ich empfehle meinen Mitarbeitern und anderen Personen die persönlichen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und die Vorgaben der Bundesregierung einzuhalten. Nur das gibt uns, bis es bessere Lösungsvorschläge gibt, das Höchstmaß an Sicherheit, um sich selbst und infolgedessen auch andere vor dem Virus zu schützen. Denn man darf nicht vergessen, dass sich die Krankheit extrem unterschiedlich darstellt. Beginnend bei keinen Symptomen, über leichtes Husten, bis hin zum Geschmackverlust oder schweren Lungenschäden. Diese nicht absehbaren Folgen beunruhigen mich sehr. Schlussendlich sind auch unsere Arbeitsplätze durch Infektionen oder einen weiteren Lockdown gefährdet.

Welche Lehre(n) ziehen Sie als Führungsperson aus der aktuellen Situation?

Es bestärkt mich, dass unser vor zwei Jahren eingeschlagener Weg in Richtung Digitalisierung wichtig und richtig ist. Wir möchten dieses Thema konsequent fortführen, denn die Digitalisierung bringt nicht nur unseren Partnern erhebliche Vorteile, sondern ermöglicht es, falls notwendig, mit „Abstand“ unsere Geschäfte bestmöglich abzuwickeln. Ich war sehr erfreut, dass trotz der schwierigen Situation und Entscheidungen, der Zusammenhalt der MitarbeiterInnen im Unternehmen größer ist als je zuvor. Wir sitzen alle im selben Boot und ich als Kapitän möchte gemeinsam mit meiner Mannschaft bald wieder den sicheren Hafen erreichen.

Was tun Sie um Ihre Partner zu unterstützen?

Wir wollen und sind auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner - gerade deswegen setzen wir die Maßnahmen in unserem Unternehmen so konsequent um. Weiters haben wir, zwar nicht ganz passend zum Kamin, aber trotzdem in Zeiten wie diesen sehr wichtig, eine komplette Desinfektionslinie namens CareLine in unser Sortiment aufgenommen. Begonnen bei einzelverpackten Desinfektionstüchern, welche sowohl für die Arbeitsplätze, das viel geliebte Handy, als auch für die Armaturen im Auto verwendet werden können, über flüssige Desinfektionsmittel in Form von Sprays oder klein abgefüllten Fläschchen mit Desinfektionsgel für die Hosentasche. Dies schützt unsere Partner und MitarbeiterInnen auf sehr einfache Weise. Zudem desinfizieren die Produkte nicht nur sehr effizient, sondern pflegen und schützen die Haut durch Aloe-Vera-Extrakt und Teebaumöl. Das passt daher doch sehr gut zu unserer Philosophie für unsere Partner in jeder Situation verlässlich zu sein. Ganz nach unserem Motto „You‘ll never walk alone“.

Wir sind am Ende des Fragebogens angelangt. Möchten Sie unseren LeserInnen abschließend noch etwas mitteilen?

Zu guter Letzt möchte ich mich bei allen MitarbeiterInnen für ihren unermüdlichen Einsatz, trotz der erschwerten Bedingungen bedanken. Ein großes Danke auch an unsere Partner, die nach wie vor unsere Handschlagqualität und Verlässlichkeit schätzen. Gemeinsam schaffen wir das!

Herr Stocker, vielen Dank für das ausführliche Gespräch!

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